[ Lito | Start | Geschichte | Arten | Aufbau | Equipment | Helferlein | Pflege | Üben | Shop | Links | Kontakt ]
 
  Welche Gitarre?

Klassische Gitarre

Rumpf, Hals und Kopfplatte aus zum Teil sehr edlem Holz. Die Saiten sind meist aus Nylon. Das Klangbild der Gitarre ist sehr rund und weich. Alternativ können aber auch sehr scharfe, fast knallende Töne gespielt werden. Die Gitarre eignet sich wegen der meist größeren Saitenabstände hervorragend für die Zupftechnik. Im Unterschied zur reinen Lied/Songbegleitung stellt die klassische Spielweise auf der Gitarre eine eigene selbständige Methode dar. Melodie und Begleitung werden meist gleichzeitig gespielt. Für die Greifhand bedeutet diese Spielweise auch eine deutliche Mehrarbeit, weil die Finger der linken Hand immer wieder die festen Akkorde verlassen um Einzeltöne oder Tonfolgen zu spielen.


Westerngitarre


Im Gegensatz zu der Klassischen bzw. Akustikgitarre unterscheidet sich die Westerngitarre durch die Korpusgrösse und das schmalere Griffbrett, das zusätzlich noch mehr Bünde aufweist. Dreadnaught (Flussdampfer) ist der Neudeutsche Begriff für Westerngitarre. Die Gitarre klingt sehr klar, rund und auch hell. Die Saiten sind aus Stahl. Anwendung findet die Westerngitarre häufig auch in der Rockmusik als pedant zur E-Gitarre. Für diesen Zweck sind dann extra Tonabnehmer eingebaut.

Jazzgitarre

Bei der Jazzgitarre (früher Schlaggitarre) fällt sofort der große, breite Body mit seinen f-Schalllöchern auf. Die Jazzgitarre ist bespannt mit Stahlsaiten. Auffallend ist auch die Befestigung der Saiten, die nicht direkt am Steg, sondern mittels einer Aufhängung am unteren Ende der Gitarre befestigt ist. Die Jazzgitarre ist der eigentliche Vorläufer der E-Gitarre. Bei der Jazzgitarre kamen erstmals Tonabnehmer zum Einsatz. Da die Jazzgitarre auch über einen Resonanzkörper verfügt, kann man dem Instrument im Gegensatz zur E-Gitarre auch ohne Verstärkung (leise) Töne entlocken.


Elektrogitarre

Der Siegeszug der E-Gitarre begann Ende der 50 Jahre. In den 60ern haben Gruppen wie die Beatles, Rolling-Stones, die Kinks oder auch etwas später Led-Zeppelin usw. die E-Gitarre zum absoluten Kultinstrument gemacht. Die E-Gitarre besteht aus einem Rumpf aus Holz, praktisch ohne Resonanzkörper. Die Beschaffenheit des Holzes und die Wahl der Tonabnehmer sowie die Art der Spielweise sowie der Verstärkung, schufen zum ersten mal völlig individuelle Soundmöglichkeiten. Verzerrte Sounds, Cleane Sounds - fast alles ist möglich. Auch die Formen der E-Gitarre können sehr unterschiedlich sein. Gibsons Flying-V war da so ein Vorläufermodell. Heute werden z.B. in der Heavy-Metal-Musik gerne sehr abgedrehte Rumpfformen verwendet. Die Elektrogitarre läßt sich in der Regel sehr leicht bespielen.


Resonatorgitarre

1928 erfunden vom Amerikaner John Dopyera, ist die Resonatorgitarre ein eigenwilliges Instrument. John arbeitete damals für die Firma Dobro (so werden die Gitarren auch noch genannt) Der Body der Gitarre ist entweder aus Metall oder aus sehr dickem Holz. Die Schallöffnungen sind so konstruiert, dass sie wie Lautsprecher funktionieren. Letztendlich war das auch der Grund der Erfindung. Die Dobro/oder Resonatorgitarre sollte sich im Jazz der 30 Jahre auch gegen Blasinstrumente wie Trumpet und Trombone durchsetzten können. Die Dobro wurde in Europa erstmal in den 80er Jahren in den Musikgeschäften bestaunt. Heute findet sie hauptsächlich in der Blues und Countrymusik ihre Einsatzmöglichkeiten.


Bassgitarre

Die Bassgitarre gibt es noch nicht mal so lange wie die E-Gitarre. Bis in die 50 Jahre kamen bei Rock´n Roll, Blues & Jazzmusik ausschließlich Kontrabässe zum Einsatz. Mit der zunehmenden Lautheit der Gitarren versanken diese jedoch im Soundgefüge einer Band. Abhilfe schaffte Leo Fender indem er ähnlich wie bei der Gitarre einfach Tonabnehmer benutzte. Der Bass ist länger am Hals, meist aus sehr gutem Holz leider auch teurer als die meisten Gitarren und natürlich ein absolut wichtiges Instrument. Der Bass hat 4 Saiten. Heute gibt es auch Fünfsaiter und sogar Sechssaiter, diese zu spielen ist allerdings schon etwas für Profis, denn die Saiten des Basses sind sehr dick und wenn dann sechs Saiten nebeneinander sind, ist so ein Bass schwer zu bespielen. Tipp: Stellt Euch mal einfach den Bass-Klangregler Eurer Stereoanlage auf den linken Anschlag und dann könnt Ihr feststellen, wie sich Musik ohne den Bass anhören würde.


Varianten

Natürlich gibt es wesentlich mehr Gitarren. Angefangen bei der Wandergitarre, gerne auch "Klampfe" genannt. Die ist etwas kleiner als eine Konzertgitarre und auch wesentlich billiger. Die Steelguitar (Hawaiigitarre) ist eine Gitarre, die im sitzen gespielt wird. Die Slidetechnik mit Bottleneck ermöglicht den schönen Sound. Das Banjo ist ein Instrument aus der Kategorie Gitarre, ebenso die Mandoline und die Ukelele. Varianten gibts natürlich auch beim Bass. Da gibts zum Beispiel Fretless-Bässe (ohne Bundstäbe) Akustik- und Upright-Bässe, letztere sind eine Mischung aus Kontra- u. Elektrobass. Es gibt Doppelhalsgitarren, 12 saitige Westerngitarren, Ovationgitarren und Gitarren für Linkshänder.


zurueck