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Saiten aufziehen

Wie geht das?

Am besten direkt nach dem Kauf einer Gitarre - jedweder Art solltest Du zuallererst neue Saiten aufziehen. Warum? Das Instrument ist doch funkelnigelnagelneu, - falsch es hat nämlich unter umständen schon länger im Laden gestanden, ist öfter mal getestet worden oder die Werksaiten sind auf dem Schiffsweg von Japan, Korea oder Amerika leicht oxidiert, evtl haben verschiedene Musiker im Vorführraum des Musikladens an den Wirbeln gedreht oder gar die Gitarre getestet - kurz - die Saiten sind verbraucht und klingen dumpf. Also alles neu macht der Mai!
Die Stärke oder Machart der Saiten die man kauft ist Erfahrungssache. Klar ist jedoch, dass man für den jeweiligen Gitarrentyp auch den speziellen Satz anschafft. Also für die Konzertgitarre Nylonsaiten, für die Westerngitarre Westernsaiten und für die E-Gitarre die besonderen Stahlsaiten, die es in unterschiedlichen Sätzen gibt. Anfänger auf der E-Gitarre sollten zunächst nicht allzu dünne Saiten benutzen. Die lassen sich zwar vorzüglich ziehen, es können aber evtl. Stimmprobleme auftreten.
Beim Aufziehen der Saiten gibt es ein paar Tricks, die zu beachten sind. Beginnen wir mit der Bestückung der Konzertgitarre. Konzert-Saiten haben keine Ösen. Ein Ende der Saite ist farbig markiert und gehört an die Wirbel.
Das andere Ende wird am kombinierten Saitenhalter/Steg wie im Bild dargestellt verknotet. Der Knoten ist so angelegt, dass er sich selbst sichert. Der Endknoten ist eigentlich nur bei den drei Nylonsaiten als zusätzliche Sicherung nötig, um ein Durchrutschen zu verhindern. Die umsponnenen tiefen Saiten bremsen sich auch ohne Knoten.

Das Wirbelende der Saiten wird so durch das Loch geführt, dass auch hier bei Umdrehung die gespannte Saite über dem Ende liegt und es fest hält. Die Wirbel werden immer links herum gedreht, damit sich die Saite von oben einfädelt.
Das Saitenende soll auch nie zu kurz abgeschnitten, sondern möglichst vollständig aufgedreht werden. Ebenso ist darauf zu achten, die richtige Saite zum richtigen Wirbel zu führen, sonst kurbelt man am falschen Draht herum, bis er reißt. Bei Western- und E-Gitarre ist das Aufspannen etwas leichter, weil die Saiten an einem Ende eine kleine Öse haben, die man direkt in die Saitenhalterung einführen kann.
Beim anderen Ende verfahrst Du ähnlich wie bei der Konzertgitarre.
Die Saiten werden - wie in der Zeichnung "Wirbel" dargestellt - eingelegt und ziehen sich selber mit jeder Umdrehung fest. Sie sollten vom Inneren der Kopfplatte an die Wirbel laufen. Wenn man die Mechaniken links herum dreht, geschieht dies automatisch.

Noch ein Tipp: Beim ersten Stimmen können die Saiten ein klein wenig überdehnt werden (also ein wenig höher stimmen), aber wirklich nicht viel! Dann auf den richtigen Ton zurückdrehen. So erreicht man eine relativ stabile erste Stimmung. Natürlich muss man bei neuen Saiten anfangs öfter mal nachstimmen. Am besten Du nutzt ein Stimmgerät.

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